Moritz Leibelt wird Junioren-Vizeweltmeister!
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Dirk Leibelt eingestellt am Tuesday, 25. October 2011 18:41 (790 Mal gelesen)
- Moritz Leibelt ist Vizeweltmeister im Triplette bei der Jugend - WM in Antalya (Türkei)
- Größter Erfolg in der Geschichte der Petanque - Union Ratingen - Lintorf
- Nach 18 Jahren wieder ein deutsches Jugendteam bei einer Weltmeisterschaft im Finale
Moritz Leibelt hat erreicht, wovon jeder Sportler träumt. Einmal bei einer großen internationalen Meisterschaft ganz vorne dabei zu sein.
Der 16 jährige Schüler konnte mit seinen drei Nationalmannschaftskollegen nur von dem Team aus Thailand im Finale gestoppt werden. Das Team Deutschland bot von der Vorrunde ab besten unterhaltsamen Sport und spielte einen Krimi nach dem anderen.
Schon im Auftaktspiel der Vorrunde lag man 0:6 gegen Kanada zurück und konnte nach hartem Kampf schließlich 13:12 gewinnen. Der anschließenden Niederlage gegen Frankreich ließ man zwei klare Siege gegen Libyen 13:3 und Mauretanien 13:4 folgen. Das letzte Spiel in der Vorrunde gegen die starken Schweden sollte die Endscheidung über das Weiterkommen in die Endrunde bringen. Hier gelang ein 13:9 Sieg und schon jetzt war die Freude groß.
In der Endrunde hieß es dann erst einmal Deutschland gegen Afrika. Gegner im Achtelfinale war wie in der Vorrunde Mauretanien. Doch diesmal wollten sich die Sportler aus dem Nordwesten Afrikas nicht so schnell geschlagen geben. Die Mauretanier gingen deutlich verbessert schnell mit 6:1 in Führung, doch dann zeigte Deutschland wieder warum Sie zur Weltspitze gehören. Man ging mit 12:10 in Führung, und beendete mit einer sensationellen letzten Aufnahme das Spiel. 6 Treffer auf 6 hervorragend gelegte mauretanische Kugeln bedeuteten den Einzug ins Viertelfinale.
Viertelfinalgegner war Algerien. Nach vier gespielten Aufnahmen führte das algerische Team bereits 10:3. Für die vielen mitgereisten Fans im Stadion und für die Zuschauer bei der Liveübertragung im Internet war die Spannung nicht mehr auszuhalten. Moritz und das Deutsche Team aber machte ab da deutlich mehr Druck und ließ keinen Punkt der Algerier mehr zu. 13:10 war der Endstand, Deutschland hatte Bronze sicher.
Der Halbfinalgegner der deutschen Mannschaft wurde zwischen Spanien und Tunesien ausgespielt. Hier setzte sich in einem spannenden Spiel Tunesien 13:12 gegen die bis dahin das Turnier dominierenden Spanier durch.
Wer aber glaubte, dass die Spannung nicht mehr zu steigen wäre, wurde hier eines Besseren belehrt. Das tunesische Team machte genau so stark weiter, wie Sie gegen Spanien aufgehört hatten. Nach 4 Aufnahmen stand es 9:0 für die Nordafrikaner. Die deutschen Jungs kämpften sich auf 9:7 heran, doch Tunesien konterte in der nächsten Aufnahme sofort mit 3 Punkten zum 12:7. Zwei ganz stark gelegte Kugeln von Moritz setzten in der vorletzten Aufnahme den Gegner so unter Druck, dass der deutschen Mannschaft 5 Punkte gelangen. 12:12, die nächste Aufnahme musste über den Einzug in das Finale entscheiden. Moritz legte wieder zwei gute Kugeln die Tunesien sofort konterte. Mit der letzten deutschen Kugel erreichte man zwischenzeitlich den 13. Punkt, doch Tunesien hat noch zwei Matchkugeln. Machtlos war man nun zum Zuschauen verdammt, die Spannung war nicht mehr zu ertragen. Aber die erste wie auch die zweite Kugel erreichten Ihr Ziel nicht. Ein halber Zentimeter fehlte der letzten tunesischen Kugel und so war Deutschland sensationell im Finale gegen Thailand, das sich gegen Frankreich durchgesetzt hatte.
Der Jubel der deutschen Delegation war grenzenlos, und man freute sich riesig auf das Finale.
Die Geschichte des Finals ist allerdings in zwei Sätzen erzählt. Thailand spielte fehlerlos, und das Deutsche Team fand nach den vielen Kampfspielen überhaupt nicht mehr zu seinem Rhythmus. So gaben die Thailänder keinen Punkt ab und wurden souverän Weltmeister.
Doch trotz des verlorenen Endspiels kam bei Moritz und den deutschen Jungs keine Traurigkeit auf. Sie hatten den Vizeweltmeistertitel gewonnen und nicht den Titel verloren. Bei den Interviews und der anschließenden Siegerehrung strahlten dann auch alle und freuten sich über das Erreichte. Die Übertragungen im Internet haben gezeigt, wie spannend und kurzweilig Petanque für den Bildschirm aufbereitet werden kann. Moritz und das gesamte Team waren in Antalya ein tolles Aushängeschild für den deutschen Sport.
(Moritz Leibelt, 2 v. l. und seine Nationalmannschaftskollegen bei der Siegerehrung)
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